
Die erste Uni-Woche ist geschafft. Am Donnerstag hatten wir einen richtigen Uni-Marathon - sechs Vorlesungen (von denen wir zwei geschwänzt haben) und am Abend drei Stunden Norwegisch-Kurs. Aber der Sprachkurs ist in Ordnung – unsere Angst, zu hoch eingestuft worden zu sein hat sich aufgelöst, nachdem wir festgestellt haben, dass 80% der Teilnehmer Deutsche sind und alle mit unserem Lehrbuch Norwegisch gelernt haben. Sind also alle etwa gleich schlecht! Der gestrige Tag an der Uni war sogar recht erfolgreich, nach einem Anatomie-Kurs über Arteriosklerose, Aneurysmen und Aortendissektion konnte ich mich in der zweiten PBL-Stunde sogar mal lohnend einbringen, als ich auf norwegisch meinen neuen Kommilitonen das EKG erklären durfte! Das Wochenende hat dann auch sehr ereignisreich begonnen. Nach einer kurzen Stippvisite bei der wöchentlichen National-Coffee-Hour bin ich mit Heather und Rose zum Mela-Festival am Hafen gegangen, ein multikulturelles Fest mit vielen tollen Speisen und einer Menge Musik. Sogar die Königin von Norwegen war da, um es sich anzusehen, sie war nur eine Handbreit von mir entfernt! Highlight des Abends war aber das Konzert der 76-jährigen Mama-Africa (Miriam Makeba). Kannte sie vorher nicht, aber sie hat mich doch tief beeindruckt. Danach bin ich dann (mal wieder) in unserer kleinen Studentenstadt auf eine Flur-Party gegangen. Der heutige Tag ging fing weniger erheiternd an, mussten uns bei der Polizei anmelden und dafür erstmal zwei Stunden warten (sie waren bei Nummer 160 als wir kamen und die Nummern, die wir gezogen haben, waren 456 & 457). Naja, heute Abend geht’s vielleicht nochmal zum Festival und danach auf eine Party, es kann also nur besser werden.

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