Ein Julebord ist eine Weihnachtsfeier mit dem traditionellen Esssen „Pinnekjøtt“, sprich Lammrippchen. Leider war ich zu spät mit der Anmeldung und das Essen kostete auch ganze 300 Kronen, so dass ich darauf verzichtet habe und nach dem Essen gekommen bin. Gefeiert wurde in einem großen Restaurant mit einer eigenen Tanzbar in der zweiten Etage, in der aber leider etwas ungewohnt Musik lief (im Stil von MoulinRouge), die eher um Partnertanz als zum alleine auf der Tanzfläche rumhüpfen geeignet war. In Ermangelung einer Tanzpartnerin habe ich dann auch die letzte T-Bane zurück nach Sogn genommen und mich gespannt auf den heutigen Tag ins Bett gelegt. Und jetzt....jetzt ist es endlich soweit. Nachdem ich diesen Eintrag fertig habe, werde ich zum Schluss noch meinen Laptop sicher verstauen und dann ein letztes Mal in die Uni gehen, bevor ich mich endlich auf die Heimreise machen kann. Also, an alle, die ich vorher nicht mehr sehe und die das hier noch zu lesen bekommen – GOD JUL OG ET GODT NYTT ÅR!
Freitag, 19. Dezember 2008
Eine Woche voller Abschiede
So, jetzt ist es bei mir auch endlich so weit, heute geht es nach Hause in die Weihnachtsferien... als einer der letzten hier. Nachdem Anne und Tim wieder weg waren habe ich letzte Woche noch ein wenig unmotiviert für meine mündliche Norwegischprüfung gelernt, die dann wie erwartet auch nur halb so schlimm war, als Zweitprüferin saß zudem meine Phonetiklehrerin mit in der Prüfung!!!
Danach stand am Freitag die Mediziner-Revue auf dem Plan, eine Semesterabschluss-Vorstellung, die jedes Semester vom zweiten Semester organisiert wird. Das ganze war seeeehr lustig und die Norweger waren so betrunken, dass es manchmal schon ein bisschen zu wild wurde. Danach war dann noch eine Party, zu der ich aber nicht mehr gegangen bin, da ich aufgrund meiner Nebenhöhlenentzündung starke Kopfschmerzen hatte. Damit bin ich dann auch zum Arzt gegangen, was hier als ausländischer Student jedesmals 100 Kronen kostet. Von dem verschriebenen Penicillin habe ich aber prompt Ausschlag bekommen, so dass ich mich dann doch ohne Antibiotika durchgeschlagen habe.
Am Sonntag gab es dann schon den ersten Abschied – Simone ist zurück nach Bonn gegangen, ihr Aufenthalt in Norwegen ist damit vorbei... sehr schade, aber zum Glück studieren wir ja in der gleichen Stadt. Am Tag zuvor gab´s haben Inga und ich aber noch ihre Sachen von Kringsjå nach Sogn gebracht und sie hat die letzte Nacht bei Inga geschlafen. Am Abend gab´s von ihr dann noch einen leckeren Tortellini-Auflauf und einen Spieleabend zusammen mit Ingas Mitbewohnern, bei dem ich geniales Spiel kennen gelernt habe, dass ich am Montag dann auch gleich besorgt habe – GIFT TRAP! Am Sonntag hieß es dann aber erst noch ein wenig für die Klausur zu lernen, wobei ich aber nicht sehr viel motivierter war als vor der mündlichen, aber auch die Klausur ist ganz gut gelaufen. Von den vier Stunden habe ich nur drei in Anspruch genommen und ich denke, dass ich schon bestanden haben werden.
Danach ging´s nochmal kurz in die Uni und am Abend gab´s dann Elch bei Camilla. Jeglicher Zweifel war nach dem ersten Bissen dahin, das Essen hat einfach toll geschmeckt. Gut, dass Camilla hier bleibt, so kann sie uns dass irgendwann noch einmal kochen! Danach haben wir dann mein frisch erworbenes Spiel eingeweiht und zum Schluss als Weihnachtseinstimmung „Nightmare before Christmas“ geschaut. Am nächsten Morgen sind dann eine Reihe von Leuten nach Hause weg geflogen. Camilla nach England, Emil nach Frankreich und Inga und nach Deutschland... *schnüf*. Aber die Tränen waren schnell wieder getrocknet, denn alle kommen ja nach Weihnachten noch einmal wieder und am Abend stand das Konzert der Sangvinerne auf dem Plan, ein Mediziner-Männerchor, in dem auch mein Kommilitone Nils-Christian singt.
Ort des Geschehens war ein altes Fabrikgebäude direkt oberhalb des größten Wasserfalles am Akerselva... wunderschön! Und das Konzert war richtig witzig. Wie Nils-Christian vorher schon gesagt hatte, waren sie vielleicht nicht die besten Sänger, dafür wussten sie aber, wie man eine Show auf die Beine stellte, also das genaue Gegenteil zu dem Kirchenkonzert eine Woche vorher. Danach ging´s dann noch zu einer Tasse heißer Schokolade mit Rum in meine Wohnung. Am Donnerstag musste ich mich wieder von ein paar Leuten verabschieden, Charlotte flog am Abend zurück nach Hause. Aber vorher gab es noch ein leckeres Mittagessen bei Rosie in der Wohnung, ein langes Gespräch über die Chaotik in unseren Liebesleben und zum Schluss sind wir dann noch ein letztes Mal zum Weihnachtsmarkt gefahren, um die letzten Weihnachtsgeschenke zu besorgen. Vorher haben wir allerdings Charlotte zu ihrem Zug gebracht... wieder einer weniger. Nach dem Weihnachtsmarkt ging´s am Abend noch zu einem Abschiedstrunk zu Rosie, nachdem ich mich dann von ihr, Sebastian und Nick verabschieden musste.... man sieht, ich bin jetzt ihm verabschieden geübt!!! ;-D Donnerstag musste ich dann meine Wohnung putzen, Wäsche waschen, Koffer packen und mich innerlich auf meine Abreise einstellen. Am Abend gab´s dann noch eine kleine dugnad-Aktion in meiner WG. Als Dugnad wird in Norwegen gemeinschaftliche Arbeit bezeichnet. Wir haben unsere Küche auf Vordermann gebracht und zusammen die Kühlschränke und den Herd geputzt. Eigentlich schade, dass das das einzige ist, was ich zusammen mit meinen Mitbewohnern mache, aber inzwischen habe ich mich an das stille nebeneinander Wohnen gewöhnt. Danach bin ich dann zu meinem letzten Abschied nach Kringsjå gegangen und habe noch ein wenig bei Mareike und Anthony zusammen gesessen, bevor ich dann zum Julebord meines Semesters in die Stadt gefahren bin. 
Ein Julebord ist eine Weihnachtsfeier mit dem traditionellen Esssen „Pinnekjøtt“, sprich Lammrippchen. Leider war ich zu spät mit der Anmeldung und das Essen kostete auch ganze 300 Kronen, so dass ich darauf verzichtet habe und nach dem Essen gekommen bin. Gefeiert wurde in einem großen Restaurant mit einer eigenen Tanzbar in der zweiten Etage, in der aber leider etwas ungewohnt Musik lief (im Stil von MoulinRouge), die eher um Partnertanz als zum alleine auf der Tanzfläche rumhüpfen geeignet war. In Ermangelung einer Tanzpartnerin habe ich dann auch die letzte T-Bane zurück nach Sogn genommen und mich gespannt auf den heutigen Tag ins Bett gelegt. Und jetzt....jetzt ist es endlich soweit. Nachdem ich diesen Eintrag fertig habe, werde ich zum Schluss noch meinen Laptop sicher verstauen und dann ein letztes Mal in die Uni gehen, bevor ich mich endlich auf die Heimreise machen kann. Also, an alle, die ich vorher nicht mehr sehe und die das hier noch zu lesen bekommen – GOD JUL OG ET GODT NYTT ÅR!
Ein Julebord ist eine Weihnachtsfeier mit dem traditionellen Esssen „Pinnekjøtt“, sprich Lammrippchen. Leider war ich zu spät mit der Anmeldung und das Essen kostete auch ganze 300 Kronen, so dass ich darauf verzichtet habe und nach dem Essen gekommen bin. Gefeiert wurde in einem großen Restaurant mit einer eigenen Tanzbar in der zweiten Etage, in der aber leider etwas ungewohnt Musik lief (im Stil von MoulinRouge), die eher um Partnertanz als zum alleine auf der Tanzfläche rumhüpfen geeignet war. In Ermangelung einer Tanzpartnerin habe ich dann auch die letzte T-Bane zurück nach Sogn genommen und mich gespannt auf den heutigen Tag ins Bett gelegt. Und jetzt....jetzt ist es endlich soweit. Nachdem ich diesen Eintrag fertig habe, werde ich zum Schluss noch meinen Laptop sicher verstauen und dann ein letztes Mal in die Uni gehen, bevor ich mich endlich auf die Heimreise machen kann. Also, an alle, die ich vorher nicht mehr sehe und die das hier noch zu lesen bekommen – GOD JUL OG ET GODT NYTT ÅR!
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